
Geschichte
Gedanken zur Entstehung des Lehrschwimmbeckens
Die WBZ Wohnbaugesellschaft Zschopau mbH ist als Eigentümer des Objektes Gabelsbergerstraße 10 in Zschopau – dem sogenannten Stadtbad – seit Bestehen gemeinsam mit der Stadt Zschopau als Mieter für die Erhaltung und Unterhaltung des derzeitigen Lehrschwimmbeckens und der dazu gehörigen Räumlichkeiten verantwortlich. Sowohl Größe als auch Zustand sind seit langem nicht mehr zeitgemäß. Eine Vergrößerung des Schwimmbeckens in Länge oder Breite lassen die örtlichen Gegebenheiten und Eigen-tumsverhältnisse nicht zu. Es wäre maximal eine Erweiterung in die Tiefe und damit sozusagen eine Nutzung als Tieftauchbecken möglich gewesen.
Im Laufe der Zeit ist dann der Gedanke entstanden, dass es doch ganz günstig wäre, ein neues Lehrschwimmbecken auf der Abrissfläche des ehemaligen Wohnblockes Launer Ring 9 bis 23 entstehen zu lassen. Gründe dafür sind unter anderem:
- Das August-Bebel-Gebiet in Zschopaus Südhanglage, demnach geografisch günstig gelegen, würde damit eine wesentliche Aufwertung erfahren.
- Aus der Stadtmitte heraus ist der Ort fußläufig in etwa 10 Minuten erreichbar.
- Da sich in unmittelbarer Nachbarschaft eine Buswendestelle befindet, dürfte der Weg auch für Nutzer, die nicht so gut zu Fuß sind oder aus den Umlandgemeinden zum Schwimmen kommen möchten, attraktiv sein.
- Außerdem wird die Bushaltestelle von den Schülern, der ebenfalls in unmittelbarer Nachbarschaft befindlichen Grund- und Mittelschule genutzt, die aus den weiter entfernten Stadtteilen oder den Umlandgemeinden per Bus zum Unterricht fahren.
- Auf dem Grundstück verläuft eine funktionsfähige Fernwärmeversorgungs-leitung aus dem Heizhaus unserer Verwaltungsgesellschaft Grundstücks- und Gebäudewirtschafts GmbH (GGZ). Die Einrichtung kann dadurch kostengünstig mit der erforderlichen Wärme versorgt werden. Der aus dem BHKW-Betrieb des Heizhauses überschüssige Strom wird dem Betrieb des Lehrschwimmbeckens ebenfalls preiswert zugute kommen.
Deshalb haben wir im Jahr 2008 die Entscheidung getroffen, den Versuch zu starten und einen Antrag auf Fördermittel zu stellen, um auf der beschriebenen Fläche eine kleine Schwimmhalle mit einem Lehrschwimmbecken zu errichten. Zu dieser gab es dahingehend nur die Regelung, dass in Sachsen keinerlei Erlebnisbäder mehr bezuschusst werden sollen. Unsere Schwimmhalle sollte zweckdienlich sein und in erster Linie dem Schulsport dienen. Unserem Antrag zugute kamen dann die vielen Konjunkturpakete, welche zur Ankurbelung und Erhaltung der Wirtschaft ins Leben gerufen wurden.
Im Sommer 2009 erreichte uns die Mitteilung, dass man unseren Antrag zwar als förderfähig eingestuft und für eine Förderung vorgesehen habe, die Mittel für dieses Jahr aber bereits aufgebraucht seien und ob wir mit einer Überleitung in das Jahr 2010 einverstanden wären.
Auf Grund dessen, dass die Planung und Vorbereitung bei weitem noch nicht so weit fortgeschritten waren, um über einen alsbaldigen Baubeginn nachzudenken, stimmten wir zu und planten weiter. Die Aussicht auf eine konjunkturelle Förderung eröffnete Möglichkeiten, viele Arbeiten relativ unkompliziert und ohne große Ausschreibungsverfahren mit Firmen der Region vollziehen zu können.
Gemeinsam mit dem Ingenieurbüro für Hoch- und Tiefbau Zschopau GbR, dem Elektroplanungsbüro Zschopau GbR und dem Ingenieurbüro für Haustechnik Schaufuß & Dörner GbR aus Augustusburg begannen intensive Planungsarbeiten. Es wurden Anlagen besichtigt und Erfahrungen von Betreibern eingeholt. Zeitgleich erfüllten wir alle Nachforderungen, die sich aus unserem Antrag an die Sächsische Aufbaubank (SAB) als Fördermittelgeber ergeben hatten.
Seit 18.05.2010 sind wir nun endlich im Besitz eines Zuwendungsbescheides, welcher mit Datum vom 08.07.2010 noch einmal in seinen Auflagen ergänzt bzw. geändert wurde. Das Vorhaben soll zu 75 % mit öffentlichen Mitteln gestützt werden, was einen Netto-Betrag von reichlich 2,1 Mio € bedeutet.
Baugenehmigung wurde erteilt
Vorüberlegungen zum Bau der Schwimmhalle
Die offizielle Baugenehmigung wurde Mitte Juli 2010 erteilt. Somit stand einem Baubeginn nichts mehr im Wege.
Vor dem eigentlichen Baubeginn mussten noch diverse Versorgungsleitungen umverlegt werden. Dazu gehört auch die durch das Grundstück verlaufende Fernwärmeversorgungsleitung. Weiterhin ist geplant, die Elektroversorgungsleitung bis zum Baubeginn von unserem Heizhaus bis zum Lehrschwimmbecken zu verlegen. Daraus ergibt sich ein großer Vorteil, sowohl für das Heizhaus als auch für die Schwimmhalle.
Hierzu sei kurz erläutert:
| Die bei der Stromerzeugung durch das Blockheizkraftwerk (BHKW) entstehende Abwärme wird zur Wärmeversorgung des gesamten August-Bebel-Wohngebietes incl. des Kommunalen Berufsschulzentrums genutzt. Mit dem Strom, welchen das BHKW im Heizhaus erzeugt, wird unsere mit 50% EU-Fördermitteln bezuschusste Wärmepumpenkombination (sog. Wärmetrans) betrieben, welche eine Auslastung des eingesetzten Brennstoffes Erdgas auf ca. 160 % erhöhen kann. Die überschüssige Menge von durchschnittlich 50 kW während des Betriebes des BHKW´s wird für ein derzeit verschwindend niedriges Entgelt ins Netz eingespeist. |
Da die Förderung im Rahmen der Konjunktur-Pakete liegt, können die Ausschreibungen in vereinfachter Form erfolgen. Das bedeutet, dass viele Firmen der Region – sofern die entsprechenden Gewerke hier ansässig sind – mit Aufträgen bedient werden können.
Gerade im Gewährleistungs- und Wartungssektor ist es äußerst vorteilhaft, Partner aus der näheren Umgebung binden zu können.
Wir freuen uns schon, gemeinsam mit Planern und zukünftigen ausführenden Firmen unsere Ideen umsetzen zu können und damit für viele Beschäftigte zumindest mit der Errichtung ein nicht geringes Auftragsvolumen schaffen zu können. Selbstverständlich werden dann auch mit dem Betrieb einige Festarbeitsplätze entstehen, sowie aus der sich ergebenden Unterhaltung verschiedene Wartungsaufgaben für Service-Firmen.
Wir hoffen und wünschen uns im Vorfeld, dass die Zschopauer Bürger die Entstehung dieses Objektes würdigen und begleiten.
